Verhalten der Hundehalter

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Verhalten der Hundehalter

In der Vergangenheit sind uns vermehrt Beschwerden über Hundehalter vorgetragen worden, deren Hunde Bürgersteige, Rinnsteine, Grünstreifen oder öffentliche Plätze verunreinigen.

Wir nehmen die Beschwerden zum Anlass, die Hundehalter mit dieser Information zu bitten, auf ein umweltgerechtes Verhalten zu achten.

HundNachstehend abgedruckter Text aus einer Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Niedersachsen e.V. gibt weitere Hinweise.

„Sehr geehrter Hundehalter,
lieber Tierfreund !

Haben Sie sich nicht auch schon einmal geärgert, wenn Sie in einen „Haufen" getreten sind? Es hat Sie wenig getröstet, wenn Ihr Begleiter dann den Spruch zum Besten gab: Das bringt Glück ! Sie finden es auch überhaupt nicht lustig, wenn ein fremder Hund ausgerechnet Ihren Fußweg - oder vielleicht sogar den Vorgarten - als Toilette benutzt. Aber sind Sie sicher, dass Ihr eigener Hund noch niemals Anlass zu solchen Ärgernissen gegeben hat ?

Der Hund als ältester tierischer Begleiter des Menschen nimmt in unserer Gesellschaft für viele Menschen einen hohen emotionalen Stellenwert ein. Doch nicht überall und nicht bei allen Mitmenschen sind unsere vierbeinigen Freunde gleichermaßen beliebt und geduldet, die Aversion kann manchmal fast zum Hundehass ausarten. Und das liegt oft nicht zuletzt an einer gewissen Rücksichtslosigkeit mancher Hundehalter im Umgang mit ihren Tieren in der Öffentlichkeit.

Bedenken Sie: Allein in Deutschland leben ungefähr 5 Millionen Hunde. Sie alle müssen „müssen" ! Geht man davon aus, dass jeder Hund täglich etwa einen dreiviertel Liter Harn und 300 g Kot absetzt, so fallen in einer mittleren Gemeinde (mit ca. 5000 Hunden) rein rechnerisch tagtäglich 3500 (!) Liter Harn und anderthalb Tonnen (!) Hundekot an. Die „Flüssigkeit" versickert, aber das „Feste" bleibt eine Weile liegen und wird dann durch die Witterungseinflüsse auch in den Boden eingewaschen.

Für die Kommunen und deren Mitarbeiter ist das Problem der Beseitigung nicht die reine Freude und überdies personell und finanziell kaum zu lösen. Das Einfachste wäre die Vermeidung von „Nachlässen" auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Natürlich können Sie Ihren Hund nicht an der Verrichtung seiner natürlichen Bedürfnisse hindern. Aber Sie können dazu beitragen, dass man ihm - und auch Ihnen selbst - Wohlwollen und Sympathie entgegen bringt.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Niedersachsen e.V. richtet darum an alle Hundehalter folgenden Appell:

1. Nehmen Sie sich immer genügend Zeit, mit Ihrem Hund Gassi zu gehen. Geben Sie ihm Gelegenheit, sich in geeigneter Umgebung auszutoben und zu lösen.
2. Meiden Sie bei den Ausflügen mit Ihrem vierbeinigen Freund möglichst Kinderspielplätze, Liegewiesen und Badestrände.
3. Drängen Sie Ihren Hund zum Kotabsatz nicht in den Rinnstein ! Bei der allgemeinen Verkehrssituation und der Rücksichtslosigkeit mancher Autofahrer kann das für das Tier lebensgefährlich sein.
4. Helfen Sie mit, Straßen und Fußgängerzonen hundekotfrei zu halten. Eine Plastiktüte oder ein Stück Papier reichen oft aus, den „in Not" abgesetzten Kot sauber zu beseitigen.
5. Sprechen Sie auch andere Hundehalter - freundlich, aber bestimmt - an, wenn die sich in punkto Sauberhalten nicht korrekt verhalten. Gehen Sie auf den gedankenlosen Tierhalter zu und bitten Sie ihn im Sinne eines besseren Miteinanders um Einsicht und Abhilfe.

Mit einem verständnisvollen und verantwortungsbewussten Verhalten leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Tierschutz. Denn die bewusste Reinerhaltung unserer Umwelt, auch durch uns, verbessert das Ansehen und die Reputation aller Tierfreunde. Sie helfen damit nicht nur dem Gemeinwesen, sondern in erster Linie sich selbst und Ihrem geliebten vierbeinigen Freund.

Und wenn wirklich einmal ein Malheur passiert, dann lieber so:

Es gibt wirklich viele, ganz einfache Methoden, die „Liegenschaften" Ihres Lieblings umweltfreundlich zu entsorgen. Am besten natürlich mit der sogenannten „Gassitüte". Dies sind äußerst praktische Falt-Pappschaufeln zum Entsorgen des Hundekots. Es gibt sie überall im Handel und sie sollten bei einem Stadtgang am besten immer mitgeführt werden. Aber auch ein normales Stück Zeitungspapier tut´s. Oder ein Tempotuch und ein Plastikbeutel. Und hinein in die Tonne ! Sie ist selten weit entfernt."


Wir bitten alle Hundehalter, ihr Verhalten zu überdenken und dazu beizutragen, dass die Straßen, Bürgersteige, Grünstreifen und öffentliche Plätze sauber bleiben.


Uchte, den 18.06.2019

Samtgemeinde Uchte
Der Samtgemeindebürgermeister

Reinhard Schmale

Meldung vom 19.06.2019