„Mein Körper gehört mir“ Theaterstück in den Grundschulen der Samtgemeinde Uchte

Zurück

„Mein Körper gehört mir“ Theaterstück in den Grundschulen der Samtgemeinde Uchte

Es ist ein 3-teiliges interaktives Präventionsprogramm für Kinder der 3. und 4. Klassen über die Grenzen, die niemand überschreiten darf.

Theaterstück © Samtgemeinde Uchte© Samtgemeinde Uchte„Wenn wir ein Ja-Gefühl haben, können wir Ja sagen, wenn wir ein Nein-Gefühl haben, können wir Nein! Sagen. Wir können anderen sagen, wie wir uns fühlen, wenn wir berührt werden.“

Hände abklatschen ist toll, und auch beim sanften Bürsten durch die Haare hat man ein positives Gefühl. Doch wenn der Nachbar einen beim Halten des Tennisschlägers an den Po fasst, löst dies ein Nein-Gefühl aus. Es gibt Berührungen, die wir nicht wollen. Davon und wie man auf sie reagiert, handeln die Spiel- und Interaktionsszenen von „Mein Körper gehört mir!“.

Seit mehr als zehn Jahren ist die theaterpädagogische Werkstatt gGmbH (tpw) mit ihrem Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt an den Grundschulen der Samtgemeinde Uchte zu Gast. Das Thema sexueller Missbrauch wird den Schülerinnen und Schülern kindgerecht nahe gebracht. Die einzelnen Teile des Programms widmen sich den Themen Ja- und Nein-Gefühle, sexueller Missbrauch durch Fremde und durch Täter aus dem Nahbereich der Kinder. Trotz der ernsthaften Inhalte wird viel gelacht, gesungen und über die von den beiden Darstellern gespielten Szenen diskutiert. Den Kindern wird erklärt, was sexueller Missbrauch ist. Sie werden aufgefordert ihren Gefühlen zu trauen und sie erfahren, dass jeder das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist, oder wenn ein anderer meine persönlichen Grenzen überschreitet.

Die Kinder der Klasse 4b der Grundschule Uchte, haben in Gruppen Presseartikel zu dem Projekt verfasst:

Das Theaterstück mein Körper gehört mir, wird in den drei Grundschulen der Samtgemeinde Uchte für alle Kinder der 3. oder 4. Klassen gespielt. Es wird durch den Präventionsrat organisiert und finanziell unterstützt. Ebenso erhalten alle Kinder einen Zuschuss durch die Fördervereine der jeweiligen Schule.

Die Schauspieler Anne und Jörg kamen von der „Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück“ in die GS- Warmsen, Lavelsloh und Uchte, um uns zu zeigen, dass man ,,Nein“ sagen soll, wenn man sich bedrängt fühlt. Sie zeigten uns neun Geschichten an drei Freitagen.

Eine der neun Geschichten spielte im Bus. Da war ein Mädchen, das hatte eine Zeitung und wollte in die Schule fahren, doch da kam ein Jugendlicher. Der sagte zu seinem Freund Max: ,, Ich setze heute mal hier hin“. Der Jugendliche setzte sich zu dem Mädchen, streckte seine Arme aus und legte sie über die Schulter des Mädchens. Sie bekam dabei ein Nein-Gefühl und rief ganz laut: ,, NEIN!“ Der Jugendliche lief darauf ganz schnell weg, weil es ihm peinlich war und das zeigt, dass man ein Nein Gefühl ausdrücken soll.

Bei der letzten Vorstellung gaben sie uns eine Karte dort stand eine Telefon-Nummer drauf. 116111, das ist die ,,Nummer gegen Kummer“. Wir bekamen auch ein Plakat, auf dem die drei wichtigen Fragen stehen-
Erste Frage: Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
Zweite Frage: Weiß jemand wo ich bin?
Dritte Frage: Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche?
Wenn eine der drei Fragen mit ,, Nein“ beantwortet wird, sollte man diese Sache nicht tun.

Von Abdu, Lias, Nicholas und Tilman; Klasse 4b GS Uchte

Meldung vom 01.06.2018Letzte Aktualisierung: 20.08.2018